Architektur des 20. Jahrhunderts

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Heute morgen nach einem kargen Rentnerfrühstück stellte ich überraschend fest, dass ich noch heute den Lottoschein für die nächsten 5 Wochen abgeben muss. Was liegt da näher, als dieses Vorhaben mit einem kleinen Spaziergang durchs Heimatkaff zu verbinden. Die noch tiefstehende Vorfrühlingssonne tauchte die Häuser in warmes Licht – ein perfektes Licht zum fotografieren. Leider hattte ich meine kleine „Immer-Dabei-Kamera“ nicht eingesteckt, aber wozu hat der Mensch einen Telefon mit eingebautem Fotoapparat.

Zuhause, beim Bearbeiten des Fotos, fielen mir die unterschiedlichen Baustile auf – die halbe Architektur des 20. Jahrhunderts auf engstem Raum.

Wartezimmerfussbodengalerie

Wartezimmerfussböden
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Was macht man so den lieben langen Tag als arbeitsloser Privatier? Man rennt von Arzt zu Arzt um Leute zu beobachten und Wartezimmerfussböden zu fotografieren. Und diese Fotos müssen bearbeitet und aufbereitet werden.

Deshalb habe ich eine Dielenwand in meiner Kemenate als Galerie gestaltet. Die Bilder werden alle paar Monate gewechselt, so dass die Wand immer eine andere Ausstellung zeigt. Zurzeit hängen dort die mühsam gesammelten Werke der von mir schon besuchten Wartezimmerfussböden. *

* Kann Spuren von Ironie enthalten

Männerspielzeug

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Heute kam doch tatsächlich für eine ganze halbe Stunde die Sonne raus. Da habe ich meinen Gehstock geschnappt und eine Runde durch die Siedlung gedreht. Bei solchen Nachmittagsspaziergängen stecke ich mir stets die kleine „Immer-Dabei-Kamera“ in die Jackentasche. Ich könnte ja einem Fotomotiv begegnen.

Und richtig, auf der langsam endenden Baustelle entdeckte ich einen abtransportbereiten Bagger – ein Gespann mit vier Achsen. So ein richtiges Männerspielzeug. Damit hatten die Bauarbeiter vorige Tage den Untergrund des Weges zum Spielplatz vorbereitet.