Architektur des 20. Jahrhunderts

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Heute morgen nach einem kargen Rentnerfrühstück stellte ich überraschend fest, dass ich noch heute den Lottoschein für die nächsten 5 Wochen abgeben muss. Was liegt da näher, als dieses Vorhaben mit einem kleinen Spaziergang durchs Heimatkaff zu verbinden. Die noch tiefstehende Vorfrühlingssonne tauchte die Häuser in warmes Licht – ein perfektes Licht zum fotografieren. Leider hattte ich meine kleine „Immer-Dabei-Kamera“ nicht eingesteckt, aber wozu hat der Mensch einen Telefon mit eingebautem Fotoapparat.

Zuhause, beim Bearbeiten des Fotos, fielen mir die unterschiedlichen Baustile auf – die halbe Architektur des 20. Jahrhunderts auf engstem Raum.

Winterzeit – Eintopfzeit

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Mein Rezept für Möhren durcheinander

Zutaten (für 4 Personen)

750 g Möhren
4 große Kartoffeln
2 Zwiebeln
4 Mettwürstchen
durchwachsen Speck
Butter, Pfeffer, Salz

Zubereitung

Das Gemüse schälen. Möhren in Scheiben, Kartoffeln und Zwiebeln in Würfel schneiden. Alles zusammen mit den Mettwürstchen in einen großen Topf geben, salzen und mit Wasser aufgießen. Alles ca. 20 Minuten kochen, bis die Möhren die gewünschte Konsistenz (bissfest bis weich) erreicht haben. Nach dem Kochen die Mettwürstchen herausnehmen, den Topf abgießen und mit dem Kartoffelstampfer so zerkleinern, dass noch einige Möhren und Kartoffeln stückig sind. Den durchwachsenen Speck in kleine Würfel schneiden und in der Pfanne auslassen. Den Eintopf mit Butter, Salz und Pfeffer abschmecken und den ausgelassenen Speck unterrühren.

Eingeschneit

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Es ist immer wieder belustigend die Wetterkapriolen in den sozialen Medien zu verfolgen. Und praktisch ist es auch noch. Man braucht garnicht mehr aus dem Fenster zu gucken und weiß trotzdem, dass da draußen Schneeflocken durch die Luft tanzen.

Die geschlossene Schneedecke erreichte heute morgen immerhin eine imposante Höhe vom mindestens einen halben Zentimeter.

Es ist Januar. Es ist Winter. Der Balkon meiner Kemenate war heute morgen auch total zugeschneit. Die Wiesen und Wege sind vom Schnee weiß gepudert und die Autos haben ein drolliges Mützchen auf – ein schöner Anblick. Nur für die arbeitende Bevölkerung, die jeden Tag mit dem Auto unterwegs ist, ist dieses Wetter nicht so optimal. Mal sehen, wie lange sich die weiße Pracht hält, nächstes Wochenende sind ja schon wieder Regenschauer angesagt.

Winterzeit – Eintopfzeit

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Heute bin ich mal schreibfaul und zitiere zu meinem Erbsensuppen-Rezept ein Gedicht:

Die Erbsensuppe

Wenn’s draußen kalt und ungemütlich,
wenn’s schneit und regnet unermüdlich,
empfiehlt sich selbst für eine Gruppe
stets eine heiße Erbsensuppe.

Traut man tatsächlich dem Gerüchte,
so gab es unsre Hülsenfrüchte
bereits im frühen Altertum –
meist für ein armes Publikum.

Weil sie getrocknet eiweißreich sind,
kocht man die Erbsen, bis sie weich sind.
Erst dann gibt man das Salz hinein
und Suppenkräuter hinterdrein.

Hier sei empfohlen Thymian
und auch ein bisschen Majoran.
Kartoffeln heiligen den Zweck,
doch reich macht unsre Suppe Speck.

Auch Räucherwürstchen oder Zwiebeln
wird niemand wirklich uns verübeln.
So schmeckt die Suppe explizit.
Ich wünsche guten Appetit!

© Ulrich Kusenberg

Mein Erbsensuppen-Rezept

Zutaten (für 4 Personen)

  • 500 g gelbe Schälerbsen (Schälerbsen sind Erbsen, die von ihrer harten Schale befreit wurden. Das hat den Vorteil, dass sie nicht eingeweicht werden müssen und schneller garen. Es gibt sie als grüne und gelbe Variante)
  • 6 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Stange Porree
  • 3 Möhren
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Scheiben Kasseler
  • 1 Scheibe geräucherter Bauchspeck
  • Peffer, Salz, Majoran, evtl. Gemüsebrühe

Zubereitung

Die Schälerbsen ca. 1 Stunde ohne Salz in Wasser köcheln lassen.

Das Fleisch anbraten, zu den Erbsen geben und ungefähr eine halbe Stunde weiterköcheln lassen.

Das Gemüse schälen. Möhren und Kartoffeln würfeln, Porree in Scheiben schneiden, Zwiebel zerkleinern. Alles zu den Erbsen und dem Fleisch geben und so lange kochen, bis das Gemüse die gewünschte Konsistenz (bissfest bis weich) erreicht hat.

Zum Schluss den Eintopf mit Salz, Pfeffer, eventuell etwas Gemüsebrühe und Majoran abschmecken.

Das Fleisch vor dem Servieren aus dem Topf nehmen, in Würfel schneiden und dann zurück in den Eintopf geben.

Manchmal bleibt die Küche kalt

Foto: Harald Jeske [Facebook-Gruppe »Rheinhausen in Bildern«]

Das kleine vergessene Kaff am linken Niederrhein, das ich mir als Altersruhesitz ausgesucht habe, hat nicht viele Alternativen, um gepflegt auswärts zu speisen. Eine dieser wenigen Möglichkeiten ist ein alteingesessenes jugoslawisches Restaurant, das sich in der Nähe meiner Kemenate befindet. Nach über zwei Jahren war ich dort mal wieder zum Essen eingekehrt.

Es hat sich dort nichts geändert. Alles ist noch genauso wie vor 18 Jahren als ich zum ersten Mal dort war – die Einrichtung, die Platzdeckchen, die freundliche Bedienung, die Speisenkarte und so weiter. Auf der Speisenkarte findet man genau die gleichen (geschmacklich und qualitativ guten) Gerichte wie am Anfang dieses Jahrhunderts. Der Beilagensalat wird auch immer noch in der gleichen Zusammenstellung wie 2001 serviert. Nur die Preise sind nicht mehr wie vor 18 Jahren.