Abenteuer Bus fahren

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Arbeit und Arztbesuche sind bekanntlich nicht so angenehm. Aber beides muss wohl sein. Und zurzeit häufen sich bei mir die Arzttermine.

Manchmal sind solche Termine nicht im Heimatkaff sondern in Nachbardorf. Dort ist es mit dem Parken nicht so dolle, so dass ich dann meist den Bus nehme. Gottseidank zu einer Zeit, wo die Schüler schon in der Schule sind und nicht mehr mit dem Bus fahren müssen. So eine Busfahrt über’s Land ist schon eine Himmelfahrt. An jeder dritten Mülltonne ist eine Haltestelle. Trotzdem ist es angenehmer statt das Auto, den Bus zu nehmen. Vor allen Dingen, wenn die Haltestelle nur ein paar 100 Meter von zu Hause bzw. von der Arztpraxis entfernt ist.

Und heute war ich dann zur Blutabnahme beim Hausarzt meines geringsten Misstrauens. Natürlich ist bei solchen Terminen immer Regenwetter. Im Labor war das volle Programm angesagt – sieben Röhrchen. Als ich mich danach an der Rezeption zum EKG anmeldete, erzählte ich so nebenbei, dass ich heute noch nicht gefrühstückt und noch keinen Kaffee hatte. Es hat genutzt, ich kam ziemlich schnell dran. Auf dem Rückweg war ich dann flugs noch zur Bäckerei um mir knusprige Brötchen zu holen. Zuhause habe ich erst mal Kaffee gekocht und gemütlich gefrühstückt. Der Regen hörte auf und der Himmel zeigte zögerlich einige blaue Flecken zwischen dem Wintergrau – der Tag kann beginnen.

Haushaltsbuch

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Neben der Kontrolle aller Ein- und Ausgaben, ist ein Haushalsbuch bei der Bewältigung des sogenannten Lebens sehr nützlich. Mein Haushaltsbuch ist eigentlich kein richtiges Haushaltsbuch mit der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben. Es ist auch kein richtiges Buch sondern ein Excel-Sheet, der die Ausgaben des Alltags auflistet. Für jede Rubrik (wie zum Beispiel: Lebensmittel, Hygiene, Putz- und Waschmittel, Getränke etc.) gibt es ein monatliches Budget. Das Budget wird aufgrund der Vorjahresdaten am Jahresanfang festgelegt.

Die Ausgaben des wöchentlichen (Gross-)Einkaufs werden akkurat in die jeweiligen Rubriken eingetragen und Monat für Monat zur Jahressumme addiert. So habe ich die Übersicht über die wöchentlichen, monatlichen und jährlichen Lebenunterhaltskosten und kann – wenn nötig – steuernd eingreifen.

Falls das Haushaltsbudget nicht ganz ausgeschöpft ist, also wenn weniger ausgeben wird als geplant ist, erhält man ein zusätzliches Spartöpfchen für die anderen kleinen Dinge, die man sich sonst nicht leisten würde. Da ich ein solches Haushaltsbuch schon über Jahrzehnte führe, habe ich nebenbei auch interessante Einblicke und Vergleiche über veränderte Lebensgewohnheiten.

Doppelter Gedenktag

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Rückblick:

Meine Ehe war nach fast 30 Jahren langweilig und streitbetont. Wir lebten so nebeneinander her und ich habe mich mehr in meiner Werkstatt als in der Wohnung aufgehalten und mir vorgestellt, wie es in 5 oder 10 Jahren aussieht.

Kurz vor dem Jahrtausendwechsel bin ich dann auf Wohnungssuche gegangen. Meine Ex und der Rest meiner Umgebung (sprich Verwandte und Bekannte) nahmen das nicht so ernst, wie ich es mir vorgenommen hatte. Ich jedoch war die ständige Streiterei einfach satt. Und genau vor 18 Jahren ergab sich dann für mich die Möglichkeit das in die Tat umzusetzen und meine Situation zu ändern. Ich hatte eine sehr nette Frau kennengelernt, habe diese „einmalige“ Chance ergriffen und bin mit zwei Koffern und einer Werkzeugkiste aus der ehelichen Wohnung ausgezogen. Seit dem ist viel geschehen und mein Leben hat sich gewaltig verändert.

Sechs Jahre später – also auf den Tag genau vor 12 Jahren – war mein letzter Arbeitstag. Ich lungerte einen halben Tag auf der Arbeit herum und fuhr dann endlich – mit den Worten: „und tschüss“ auf den Lippen – nach Hause. Seit dem bin ich ein arbeitsloser Privatier und genieße mit einer vehementen Akribie den Rest meines Lebens nach dem Motto:

»Arbeiten ohne zu leben ist hart, leben ohne zu arbeiten wird hart, hart leben ohne zu arbeiten – dat isset!«.

Penunzen

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Die aufregende Woche eines „arbeitslosen Privatiers“ endet meist mit dem Studium diverser Sach-Literatur, wie zum Beispiel dem »Genuss Magazin« oder der allwöchentlichen Publikation »Meine Woche«. Diese (und weitere) lesenswerte Pamphlete strotzen nur so vor (manchmal lustigen) Ideen für den Frühstücks-, Mittags- und/oder Abendtisch. Daneben werden auch noch nützliche Dinge für Haus, Heim und Garten oder modische Kleidungsstücke feilgeboten. Seitdem das Sparbuch wegen der niedrigen Zinsen unattraktiv geworden ist, kann man hier nun endlich wieder etwas sparen – die Prozente sind deutlich höher als die Sparzinsen.

Die Auswertung des Lese-Studiums endet dann manchmal mit dem Notieren von ein bis zwei Artikeln des Nahrungsmittel-Grundbedarfs – wie beispielsweise Kaffee oder Marmelade – auf dem Einkaufzettel. Ja, ich habe beim wöchentlichen (Gross-)Einkauf immer einen Einkaufzettel dabei. Und es wird auch nur das, was auf dem Zettel steht, eingekauft – was nicht im Hause ist, kann auch nicht gegessen oder verwendet werden.

Außerdem meide ich Produkte, auf die ausschließlich Verpackungsopfer hereinfallen – im Laufe von Jahrzehnten kennt man die Marketing-Tricks der sogenannten Lebensmittelindustrie. So behalte ich stets den Überblick über meine wenigen Penunzen.

Ein Teil meines Lebens

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Rechnerkram begleitet mich schon ein halbes Leben, aber eben nur zum Teil. Schon in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte ich beruflich Berührungspunkte mit Rechnern und Ende der Neunziger dann auch einen eigenen privaten PC. Seit dem versuchen Google und Konsorten mich und meine Lebensart einzuordnen. Dabei mache ich es ihnen so schwer wie möglich. Es ist halt kompliziert, jemanden der in keine Schublade passt und sich meist azyklisch verhält, richtig einzuschätzen. Die sogenannte personalisierte Werbung passt jedenfalls nur unwesentlich zu meiner Person, selbst Amazon trifft da größtenteils nur ins Leere und Google gibt mir oft die falschen Tipps. Von den ganzen unpassenden und einfach nur nervigen Werbemails ganz zu schweigen – die sind bloß ätzend.

Kommen wir nun zur anderen Hälfte des Lebens. Jetzt, wo die Ferien vorbei sind, geht es auch weiter mit dem Reha-Sport. Ich merke ganz schön, dass ich über die Feiertage keinen Gruppen-Sport hatte. So war der Muskelkater nach dem ersten Training dieses Jahres vorprogrammiert.

Am Wochenende war dann – dem Regenwetter geschuldet – ein wenig Hausarbeit angesagt. Staubsaugen, Staubwischen und Putzen ist für mich auch „sportliche Betätigung“ und hilft, den Muskelkater zu überwinden.

Ländlich – sittlich – rustikal

Portrait

Die Medien berichten am Jahresanfang vermehrt übers Abnehmen und Sparen. Das hat mich dazu bewogen, haartechnisch abzunehmen und meine Friseurbesuche zu veringern um so Kosten zu sparen. Eine simple Änderung der Frisur kann so eine doppelte Wirkung erzielen.