Hotlines – Fluch oder Segen?

Vor 5 Tagen hatte sich mein DSL sang- und klanglos verabschiedet. Da war ich froh, dass ich die 2 Kupferdrähte von der Telekom immer noch bezahle. So konnte ich wenigstens über das Modem des Notebooks analog ins Internet.

Doch woran lag der Fehler? Alle Kabel durchgemessen, den Splitter ausgetauscht und das DSL-Modem gegen ein neues ersetzt – Ergebnis: immer noch kein DSL. Der Provider 1&1 hat eine kostenpflichtige Hotline, die man in solchen Fällen anrufen soll. Ich mag aber keine Hotlines, bei denen am anderen Ende nur ein Sprach-Computer sitzt, mir Musik ins Ohr trällert und Tastatureingaben fordert.

Eine E-Mail an den 1&1-Service wurde einen Tag später lediglich mit einer automatisierten E-Mail mit dem Hinweis, die Hardware und die Verkabelung von der TAE-Anschlussdose über das DSL-Modem bis zum PC zu überprüfen, beantwortet. Na schön, so schlau bin ich selber. Also, auf dieser Mail geantwortet, man möge doch bitte auf Provider-Seite mal den Anschluss überprüfen. Einen Tag später kam dann auch die Antwort von 1&1, ich möge doch das Modem angeschlossen und eingeschaltet lassen, damit die Störungsmeldung schnellstmöglich bearbeitet werden kann.

Und um die ganze Sache zu beschleunigen, habe ich mich dann analog übers Notebook in den Kundenbereich von 1&1 eingeloggt, die Kündigung des DSL-Anschlusses aktiviert und einen Bearbeitungscode erhalten. Bei diesem Vorgang muss man dann den Bearbeitungscode über eine kostenlose Service-Nr. durchgeben. Das Gute an dieser kostenlosen Service-Nr. ist, dass am anderen Ende kein Sprach-Computer sondern ein Mensch sitzt.

Und siehe da, es funktioniert. Der freundliche Service-Mitarbeiter von 1&1 hat in einem ca. 20-minütigen Gespräch alles organisiert. Am nächten Tag (also heute) wurde der DSL-Anschuss auf der Provider- und Telekom-Seite verabredungsgemäß überprüft und repariert. Ein Rückruf von der Telekom und ein Rückruf von 1&1 gaben mir dann übers Handy die Erfolgsmeldung durch und ich konnte die Kündigung wieder stornieren.

Fazit: Es geht auch ohne teure kostenpflichtige Computer-Hotlines.

… und immer hübsch fröhlich bleiben – gelle?